Letzte Woche war ich auf dem 3. Europäischen Online-Handelskonkress, kurz EOHK, in Berlin. Dabei hat ein Vortrag besonders mein Interesse geweckt: “Treffsichere Absatzprognosen durch Predictive Analytics”
Das Spannende dabei war, dass im Programm der Kernphysiker Prof. Dr. Michael Feindt genannt war. Also jemand, der sich eher um Teilchenbeschleuniger kümmert als um schnöde Retourenquoten.

Zusammen passen tut das ganze Dank NeuroBayes®. Und so funktioniert’s: Ein High-Tech-Algorithmus aus der experimentellen Elementarteilchenphysik kann komplexe Zusammenhänge aus historischen Datenbanken lernen und zur Prognose für die Zukunft nutzen.

NeuroBayes® wird bereits in unterschiedlichen Branchen der Wirtschaft für verschiedene Fragestellungen erfolgreich eingesetzt:

Prognosen für den E-Commerce sind dabei sogar noch erfolgreicher. So setzt zum Beispiel auch Otto auf die Technologie. Michael Sinn, Vice President Buying Division der Otto Gruppe, sagt dazu:

Ein selbstlernendes System wie NeuroBayes entspricht unserem dynamischen Geschäftsmodell. Unsere Prognosequalität steigt kontinuierlich und die prognostizierten Absatzmengen werden immer präziser. Dadurch können wir uns frühzeitig auf künftige Entwicklungen einstellen.

Otto ist als “Data Driven Company” bekannt und blickt auf eine langjähre Unternehmensgeschichte zurück. Noch dazu hat Otto früh das Internet für sich entdeckt. Somit verfügt man dort über eine Unmenge an Daten, die das System benötigt, um aussagekräftige Prognosen zu erstellen.
Generell seien Prognoseverbesserungen von 20% – 40% drin, Online teilweise sogar noch deutlich bessere Werte. Da freut sich der Einkauf.
Doch nicht nur Absatzmengen werden prognostiziert. Ein Blick in die NeuroBayes-Glaskugel verrät

  • was Kunden wollen werden
  • wie sich Kunden künftig verhalten
  • was am Produkt- und Dienstleistungsspektrum geändert werden sollte, um Ihre Marktanteile nach oben zu schrauben.

Und noch mehr: Für jede denkbare Zielgröße wie Produktabsatz, Kundenausfallwahrscheinlichkeit oder eingehende Anrufe können Prognosen erstellt werden. Auch individuelle Produktempfehlungen sind möglich; die Vorhersage der Rentabilität von Werbeaktionen oder die optimale Steuerung von Werbemitteln werden unterstützt.

Ich find das Thema extrem spannend. Wer hätte gedacht, dass man im E-Commerce einmal mit Kernphysik zu tun hat.

 

2 comments

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  2. Pingback: Henning Uhle | Planen und in die Zukunft schauen – ein interessantes Prognosemodell im Überblick

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